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Destroyer

Destroyer

US 2018, 123 min, R: Karyn Kusama, K: Julie Kirkwood, D: Nicole Kidman, Tatiana Maslany, Sebastian Stan, Toby Kebbell, Bradley Whitford 


Nicole Kidman wird zu einer polizeilichen Ermittlerin, die mit ihrer tragischen Vergangenheit abschließen will, indem sie erneut Kontakt zu der Gang sucht, in die sie sich einst undercover eingeschleust hat.

Ein Mordfall wie jeder andere – so scheint es. Erin Bell, Polizistin in Los Angeles, wird schnell eines Besseren belehrt: Indizien am Tatort deuten darauf hin, dass eine verschollen geglaubte Person aus ihrer Vergangenheit wieder zurück ist. Silas ist der Grund, warum Erin heute ein Schatten ihrer selbst ist, eine gebrochene, innerlich wie äußerlich zerstörte Frau, die durch ihr Leben stolpert wie eine Untote. 17 Jahre sind vergangen, seit Erin als verdeckt arbeitende FBI-Agentin Silas zum ersten Mal auf der Spur war. Damals endete die Ermittlung in einer Katastrophe. Jetzt sieht Erin die Gelegenheit gekommen, ihre Sünden von einst wiedergutzumachen und Silas zur Strecke zu bringen. Koste es, was es wolle...
Nicole Kidman zählt zu den wandlungsfähigsten und vielseitigsten Schauspielerinnen der Gegenwart. Aber so wie in diesem kompromisslosen Thriller hat man die Oscar-Gewinnerin noch nie gesehen: Als Erin Bell ist sie schlicht nicht wiederzuerkennen und liefert die vielleicht eindringlichste und kompromissloseste Darstellerleistung ihrer triumphalen Karriere. Sie überzeugt durch und durch als abgehalfterte Polizistin in der Stadt der Engel, die nach Jahren in der Verdammnis die Chance auf Erlösung erhält.

REGIESTATEMENT
In seinem Kern ist DESTROYER ein Film, in dem es darum geht, sich seinen Fehlern zu stellen und die mutige Entscheidung zu treffen, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen. Innerhalb der vertrauten Parameter eines Crimethrillers und eines Polizeifilms ist es aber auch eine eindringliche Charakterstudie, eine Landkarte, die die angeschlagene, aber doch auch unverwüstliche Psyche einer LAPD-Polizeibeamtin namens Erin Bell vermisst. Die kriminelle Unterwelt, in der sie sich bewegt, wie auch die Erzählstruktur, die auf das Element der Überraschung vertraut, erinnert an Filme wie HEAT oder DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN. Der Film offenbart aber auch einen intimen Blick in ihre Gefühlswelt, wie man das aus Genrefilmen kennt, die so unterschiedlich sind wie TAXI DRIVER, EIN PROPHET oder NIGHTCRAWLER – JEDE NACHT HAT IHREN PREIS. Dank seiner komplizierten weiblichen Hauptfigur wirkt der Film moderner und relevanter, und ich kann mich nicht daran erinnern, eine Figur schon einmal derart geliebt zu haben.

__ Nichts, was Nicole Kidman bislang gemacht hat, ist vergleichbar mit Destroyer! – Variety

__ Ein Höhepunkt… Absolut überwältigend! – The Times

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Destroyer
Moviemento-Programmzeitung
Nr 362 - März 2019
Klassik im Kino 18/19