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Borg/McEnroe

Borg/McEnroe

DK/SE/NO, 2017, 100 min, R: Janus Metz Pedersen, K: Niels Thastum, D: Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason, Stellan Skarsgård, Tuva Novotny, David Bamber, Robert Emms 


Wir schreiben das Jahr 1980: Wimbledon steht unter dem Vorzeichen des von der ganzen Welt erwarteten Tennis-Finales zwischen Björn Borg und John McEnroe.

Björn Borg kann zum fünften Mal den Titel holen. Jedoch hat seine lange, schon im Kindesalter begonnene Karriere Spuren hinterlassen. Obwohl er erst 24 Jahre alt ist, fühlt Borg sich erschöpft und ausgebrannt, leidet unter Ängsten. Davon ist John McEnroe noch weit entfernt. Der 20-jährige aufstrebende Star will Borg vom Thron stürzen und ist fest entschlossen, Wimbledon zu gewinnen. Doch immer mehr fühlt er sich, ebenso wie Borg, als wäre er in einem Käfig gefangen. In der Öffentlichkeit sorgt McEnroes aufbrausendes Temperament immer wieder für Schlagzeilen, und die Medien stilisieren den Zweikampf immer weiter hoch: der coole Borg gegen den verzogenen McEnroe. Nach und nach müssen die beiden Gegner erkennen, dass ausgerechnet ihr größter Rivale der Einzige sein könnte, der versteht, was sie durchleiden…
Das Grand-Slam-Turnier in London gilt als eines der größten Sportereignisse weltweit. Packend erzählt BORG/McENROE die wahre Geschichte der beiden Tennislegenden Björn Borg und John McEnroe, die sich 1980 auf dem prestigeträchtigen Rasen ein bis heute unvergessenes und als eines der besten Spiele aller Zeiten geltendes Match lieferten.

Regiestatement:
Für mich ist BORG/McENROE die Tennisversion von Martin Scorseses RAGING BULL – WIE EIN WILDER STIER. Björn Borg und John McEnroe kämpfen darum, die Besten zu sein. Es geht um zwei junge Männer, die es sich selber beweisen wollen, die jemand sein müssen, um ernst genommen zu werden. Eine legendäre Rivalität, die im Sport ihresgleichen sucht. Zwei, die zwar gegeneinander spielen, aber auch gegen ihre eigenen Dämonen. Björn Borg und John McEnroe hatten beide diese besondere Eigenart, sich zum Äußersten zu treiben. Dabei überschritten sie auch gelegentlich ihre Grenzen. Das macht große Erfolgstypen aus. Und selbst wenn man überall auf der Welt nur ihre Gegensätze sah, teilten sie genau diese eine Eigenschaft, sich ständig zu pushen. Sie erkannten das in dem jeweils Anderen wieder. Beide spielten Tennis, als ginge es um ihr Leben. Wir erzählen aber nicht nur das, sondern auch die Geschichte einer Entwicklung: wie diese beiden Einzelgänger beginnen, sich gegenseitig zu verstehen, und sogar Freundschaft miteinander schließen.

__ In diesem sensiblen Doppel-Porträt steht die Psychologie des Überambitionierten im Vordergrund. Regisseur Janus Metz Pedersen taucht tief in die Psychen von Borg und McEnroe ein und findet zwei fast identische Männer, die sich nur in den äußeren Manifestationen des unablässigen Drucks unterscheiden. – The Hollywood Reporter

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Borg/McEnroe
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