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Kundschafter des Friedens

Kundschafter des Friedens

DE, 2016, 93 min, R: Robert Thalheim, K: Henner Besuch, D: Henry Hübchen, Antje Traue, Michael Gwisdek, Thomas Thieme, Jürgen Prochnow, Winfried Glatzeder 


Agentenkomödie um einen ehemaligen DDR-Spion, der gemeinsam mit alten Gefährten den BND beim Einsatz in Katschekistan unterstützen soll.

Siebenundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall ist der Alltag des einst legendären Top-Spions der DDR-Auslandsaufklärung, Jochen Falk, ziemlich eintönig geworden. Doch da bittet der ehemalige Erzfeind BND überraschend um seine Hilfe. Falk wittert die Chance, eine offene Rechnung mit dem West-Agenten Kern zu begleichen, und stimmt dem Einsatz zu. Natürlich braucht er dazu sein altes Team, und dem BND bleibt nichts anderes übrig, als den Rest der so genannten Kundschafter des Friedens zu reaktivieren: den verschrobenen Tüftler Jaecki, den windigen Logistiker Locke und den nicht mehr ganz taufrischen Romeo-Agenten Harry. Widerwillig begleitet von der jungen BND-Agentin Paula, wird die Rentner-Gruppe nach Katschekistan eingeschleust. Doch dort ist nichts mehr, wie es einmal war, und die Mission droht im Chaos zu versinken. Da besinnen sich die vier auf ihre alten Fähigkeiten...

AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR

Wie kamen Sie auf die Idee zu KUNDSCHAFTER DES FRIEDENS?
Olsenbande trifft Ocean´s Eleven! Eine Gruppe pensionierter Agenten aus dem Osten, die noch einmal vom ehemaligen Erzfeind, dem BND, aus dem Ruhestand geholt werden – das ist eine Idee, die schon vor vielen Jahren entstanden ist. Mich hat immer die Möglichkeit fasziniert, eine Genrekino-Idee mit einer sehr spezifischen und konkreten gesellschaftlichen Situation in Deutschland zu verbinden.

Wie kam es zu dieser Star-Besetzung?
Es war von Anfang an klar, dass so ein Film nur mit ziemlich genau dieser Besetzung funktionieren würde. Ich bin sehr froh, dass Henry Hübchen dem Projekt in der Entwicklung sehr lange treu geblieben ist. Ich bin ein großer Fan, seit ich ihn in den 90er Jahren in den Stücken von Frank Castorf in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gesehen habe, die für mich so wichtig waren. Die Rolle des „Ost-James-Bonds“ habe ich wirklich explizit für ihn geschrieben. Aber die Idee, dass er darauf besteht, seine alten Kumpels mitzunehmen, und dass dann auch die anderen „ostdeutsche“ Stars sind, war genauso grundlegend für den Film. Und ich freue mich einfach riesig, dass uns das tatsächlich gelungen ist, die alle zusammenzubringen. Michael Gwisdek ist einfach ein großer Komödiant und Thomas Thieme ein herrlich trockener Gegenpol. Winfried Glatzeder war ja nach „Paul und Paula“ eine Legende. Trotzdem trifft auf ihn am ehesten das Schicksal der Kundschafter im Film zu. Er hat im „westdeutschen“ Kino nie wieder denselben Status erreicht wie in der DDR. Auf eine Art schlagen hier also nicht nur die alten Ostspione noch mal zurück, sondern zeigen auch die früheren Stars der DEFA noch mal, was sie draufhaben.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
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