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Exil

Exil

DE 2020, 121 min, R: Visar Morina, K: Matteo Cocco, D: Misel Maticevic, Sandra Hüller, Rainer Bock, Thomas Mraz, Flonja Kodheli, Stephan Grossmann 


Drama über einen aus dem Kosovo stammenden Pharmamitarbeiter, der sich diskriminiert fühlt und damit an den Rand des Wahnsinns getrieben wird.

Der im Kosovo geborene Xhafer ist Pharmaingenieur, verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit Jahren ein bürgerliches Leben in einer mittelgroßen deutschen Stadt. Nach und nach beschleicht ihn jedoch das Gefühl, dass er an seinem Arbeitsplatz diskriminiert und schikaniert wird. Dieser Eindruck verstärkt sich zusehends, und als er eines Tages eine tote Ratte an seinem Gartentor findet ist für ihn endgültig klar: seine Kollegen haben hier ein rassistisches Statement gesetzt. Von da an wird jedes Ereignis, jedes Wort, jede Geste zu einem Anhaltspunkt, ja gar zu einem Beweis für seine These. Xhafers Unbehagen wächst tagtäglich. Seine deutsche Frau Nora hingegen ist es leid, dass ihr Mann hinter jeder Schwierigkeit Mobbing vermutet. Mögen seine Kollegen ihn womöglich einfach nur nicht? Oder steckt doch mehr hinter den Anfeindungen? Die Vorfälle, die Xhafers Ansichten bestätigen, häufen sich. Doch geschieht dies wirklich oder bildet er sich alles nur ein?
EXIL von Regisseur Visar Morina (Babai) beschreibt die Chronik einer schleichend wachsenden, aber womöglich imaginären Bedrohung. Xhafer begeht diese Gratwanderung als braver Familienvater und integrierter Spießbürger, der dennoch stets Abseits zu stehen scheint. Ein faszinierender Thriller über Paranoia und Identität. Schwarz, surreal, mit Anklängen ans Genrekino und gepaart mit eigenwilligem Humor. Seine Weltpremiere hat EXIL auf dem Sundance Filmfestival gefeiert. Die Deutschlandpremiere erfolgte im Panorama-Programm der Berlinale.

__ Der Regisseur versteht es dabei, sehr geschickt mit ambivalenten und subtilen Bildern umzugehen. Absichtlich verschwimmen dabei die Grenzen zwischen wahr oder imaginär. – film-rezensionen.de

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Exil
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Nr 375 - Juli/August 2020
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