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Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken

DE 2020, 95 min, OdF, R: Dani Levy, K: Filip Zumbrunn, D: Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Adnan Maral, Tim Seyfi, Henry Hübchen, Carmen-Maja Antoni 


Verfilmung der aberwitzigen Alltagsgeschichten des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling, der in seiner Kreuzberger WG mit einem kommunistischen Känguru zusammenlebt.

Der dauerverschlafene Kleinkünstler und selbsterklärte Anarchist Marc-Uwe kommt unverhofft zu einem Mitbewohner in seiner Kreuzberger Altbauwohnung. Ein kommunistisches Känguru, das im Gegensatz zu ihm voller Tatendrang ist, zieht kurzerhand bei ihm ein. Die beiden werden Kumpel. Als ein rechtspopulistischer Immobilienmakler ihren Kiez mit einem gigantischen Bauprojekt plattmachen will, wollen sie nicht einfach dabei zusehen. Gemeinsam mit der Nachbarschaft will man sich wehren und entwickelt einen absurden Plan.

Statement Dani Levy:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von den »Känguru-Chroniken« nichts gehört hatte, bis sie etwa 2015 via Hörbuch-CDs meiner Kinder in mein Leben schwappten. Und zwar massiv. Was meine damals neun- und 16-jährigen Kinder von den vielen Themen verstanden, war mir ein Rätsel, aber sie hörten mit Begeisterung zu. Und wie könnte man Kinder und Jugendliche besser für politische und gesellschaftliche Themen begeistern?
Es war dann doch überraschend, dass mich Stefan Arndt und Uwe Schott wegen der Regie der Verfilmung ansprachen, vielleicht weil ich schon seit meinen Anfängen als »Spezialist« für Berliner Underdog-Geschichten gelte. Umso mehr fand ich das Angebot doch ziemlich aufregend: »Die Känguru-Chroniken« werden von einem Millionenpublikum gelesen und gehört, der Film sollte auf jeden Fall kommerziell werden und die Fans nicht enttäuschen (und am allerwenigsten meine kritischen Kinder…). Die filmische Umsetzung würde komplex und aufwendig sein, ein deutsches Paddington oder Peter Hase hatte es so in Deutschland noch nicht gegeben.
Aber wie sagt man so schön? Man wächst mit seinen Aufgaben. Für uns alle war die Aufgabe ein Fest. Technisch, inhaltlich und filmisch. In der engen Zusammenarbeit mit Marc-Uwe Kling wurde schnell klar, dass wir keinen hochglänzenden, niedlichen Animationsfilm drehen wollen, sondern versuchen, die eigenwillige und raue Vorlage entsprechend kantig auf die Leinwand zu bringen. Die größte Frage war allerdings, wie wir die episodenhaften, in sich abgeschlossenen Mosaikstücke zu einer fließenden Filmhandlung bekommen. Basierend auf den Figuren, Themen und Handlungselementen aus allen vier Büchern entstand eine neue, bewusst krude Handlung. Da wir beide Comic-Verfilmungen lieben, haben wir eine ironisch durchsetzte »Kampf-gegen-Bösewicht-Geschichte« entwickelt.

Nächste Spieltermine:

Mi. 15. Juli 20.15 Uhr OdF City 2
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Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
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