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Refugee Lullaby

Refugee Lullaby

AT/IL 2019, 73 min, R: Ronit Kertsner, K: Shalom Rufeisen, Jerzy Palacz 


Ein Mann singt einer arabischen Familie, die er durch Ungarn an die österreichische Grenze fährt, ein jiddisches Lied vor. Beim »Jam-dari-dari« stimmen die jungen Flüchtlinge mit ein. Das Video davon verbreitet sich viral im Netz. Die israelische Filmemacherin Ronit Kerstner wollte wissen, wer dieser Mann ist – und hat über den österreichischen Wanderhirten Hans Breuer die Doku REFUGEE LULLABY gedreht.

Liebevoll hilft Hans Breuer einem erst wenige Stunden alten Lamm auf die zittrigen Beine. Umgeben von einer blökenden Herde stimmt der Schäfer leise eine Melodie an. Dieser Mann führt ein außergewöhnliches Leben: Als letzter Wanderschäfer Österreichs zog er jahrelang quer durch die österreichischen Alpen – er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Ronit Kertsner erzählt in Refugee Lullaby nicht nur von einem besonderen Lebenskonzept, sondern auch von Begegnungen voller Hilfsbereitschaft und Solidarität in jüngster Vergangenheit: Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin den Wanderschäfer, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um geflüchtete Menschen zu unterstützen. Der Film folgt den steten Bewegungen seines Protagonisten und zeichnet mit jedem Schritt deutlichere Konturen eines Wanderers zwischen den Kulturen, der als Aussteiger ein bescheidenes Leben auf dem Land führt und sich hingebungsvoll und selbstlos wieder in die Gesellschaft einklinkt, wenn andere Hilfe brauchen.

__ Breuers temporäre Vision vom Paradies lädt zum Träumen darüber ein, dass es außerhalb der Tretmühle auch noch andere Arten zu leben gibt. – ORF.at

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Refugee Lullaby
Moviemento-Programmzeitung
Nr 369 - Oktober 2019
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