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Ayka

Ayka

RU/DE/PL/KZ/CN 2018, 110 min, OmdtU, R: Sergey Dvortsevoy, K: Jolanta Dylewska, D: Samal Yeslyamova, Zhipargul Abdilaeva, David Alaverdyan, Sergey Mazur, Slava Agashkin, Ashkat Kuchinchirekov 


Intensives Kino von Sergey Dvortsevoy (TULPAN) mit einer unglaublich starken Frauenfigur.

Ayka lebt illegal in Moskau ein Leben am Abgrund. Weil sie ihren gerade geborenen Sohn nicht ernähren kann, lässt sie ihn im Krankenhaus zurück. Unter dem gnadenlosen Druck, Geld aufzutreiben, um ihre Schulden zu begleichen, will Ayka auch noch die letzte Grenze überschreiten. Sie muss sich einer existentiellen Entscheidung stellen…
Für ihr herausragendes Spiel wurde die Schauspielerin Samal Yeslyamova in Cannes mit dem Preis als beste Darstellerin ausgezeichnet. AYKA ist unglaublich intensives Kino voll Ehrlichkeit und voller Emotionen und das faszinierende Porträt einer unglaublich starken Frau.

REGIESTATEMENT
Es begann mit einer trockenen Zeitungsstatistik: »Im Jahr 2010 wurden in Moskauer Geburtskliniken 248 Babys von Müttern aus Kirgisistan aufgegeben.« Ich stand lange Zeit unter Schock, nachdem ich das gelesen hatte: Wie kann das sein? Was könnte der Grund dafür sein, dass kirgisische Mütter ihre Babys freiwillig massenhaft aufgeben und in einem fremden Land zurücklassen? Was könnte sie zu einer solchen Tat zwingen, die für jede Frau, aber erst recht für Frauen aus den so sehr familienorientierten Kulturen Zentralasiens unnatürlich ist? Mir wurde klar, dass ich einen Film darüber machen musste: einen Film über ein kirgisisches Mädchen, das sein neugeborenes Kind auf einer Moskauer Entbindungsstation verlässt, und die Umstände, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Tatsache ist jedoch, dass es in diesem Film um uns alle geht: um das, was passiert, wenn die Beziehungen zwischen einem Menschen und seiner Umwelt so extrem werden, dass er oder sie moralisch zu verfallen beginnt. Das Leben selbst, die Natur, muss eingreifen und den Einzelnen zwingen, sein Verhalten neu zu bewerten und zu verändern, manchmal sogar gegen seinen oder ihren Willen.

__ Unglaublich berührend – ein Film, den man nicht so schnell wird vergessen können. – epd

Nächste Spieltermine:

Fr. 24. Mai 20.45 Uhr OmU Movie 1
Sa. 25. Mai 21.40 Uhr OmU Movie 2
So. 26. Mai 13.10 Uhr OmU Movie 3
20.15 Uhr OmU Movie 1
Mo. 27. Mai 20.15 Uhr OmU Movie 1
Di. 28. Mai 20.15 Uhr OmU Movie 1
Mi. 29. Mai 20.15 Uhr OmU Movie 1
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Ayka
Moviemento-Programmzeitung
Nr 364 - Mai 2019
Klassik im Kino 18/19Cinema Next Filmnacht 19/5Premiere: Gehört, Gesehen
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Film der Woche: Erde