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Ute Bock Superstar

Ute Bock Superstar

AT 2018, 97 min, OmdtU, R: Houchang Allahyari, K: Peter Roehsler, Gabriel Krejanik, Astrid Heubrandtner, D: Michaela Müllner, Ingrid Edtmeier-Winkler, mit: Alexander Van der Bellen, Karin Klaric, Helga Poschek, Roland Düringer, Gabriele Schmoll, Josef Hader 


Ute Bock starb am 19. Jänner 2018. Zehntausend Menschen fanden sich zum »Lichtermeer« am Wiener Heldenplatz ein, um Abschied von ihr zu nehmen.

UTE BOCK SUPERSTAR geht von der Lücke aus, die ihr Tod hinterlässt, und stellt die Frage, ob wir nicht mehr denn je eine Symbolfigur für Menschlichkeit in unserer Gesellschaft brauchen. Eine Rolle, die Ute Bock aber immer abgelehnt hat, denn was sollte daran symbolisch sein, einem Hungernden zu essen und einem Obdachlosen Quartier zu geben? Das sei doch eine »ganz normale, selbstverständliche Handlung«, die für sich steht. Der Film befasst sich auch mit ihrer Familiengeschichte, dem Vater, von dem sie sich ideologisch distanzierte, und der Mutter, die aus Deutschland kam. Ihrer Zeit als Heimmutter im Gesellenheim Zohmanngasse für Jugendliche, die als »schwierige Fälle« galten, in den 90er Jahren dann auch Flüchtlinge der Kriege in Jugoslawien und Afrika. Daraus entwickelte sich ihr großes Hilfsprojekt, für das sie in der Öffentlichkeit wie ein Popstar gefeiert wurde.
UTE BOCK SUPERSTAR zeigt das Vermächtnis von Ute Bock. Familienangehörige und Mitarbeiter, ehemalige Zöglinge und Flüchtlinge, Kinder und Erwachsene, Politiker und Prominente erzählen von Begegnungen und Erlebnissen mit ihr und schaffen ein schillerndes Bild von einer einfachen Frau, die Unglaubliches geleistet hat.

AUS EINEM INTERVIEW
MIT DEM REGISSEUR
Du hast bereits zwei Filme über Ute Bock gedreht. Was hat dich dazu veranlasst, einen dritten Film über Ute Bock zu machen?
Die zwei Filme davor waren eher über die Arbeit von Ute Bock und ihren Umgang mit Klienten. Den dritten Film begann ich nach ihrem Tod. Ich wollte, dass ihr Name weiter bekannt bleibt und dass auch das Phänomen Ute Bock bleibt und weiterlebt. Zweitens wird in diesem Film mehr über die Persönlichkeit von Ute Bock und ihre Lebensgeschichte erzählt. Und es geht auch um das Bild, das sie in unserer Gesellschaft hinterlassen hat. Das war Sinn und Zweck dieses Films.

Du bist an Personen herangetreten, in denen sie noch präsent ist.
Sie ist sicher in ihrer Familie präsent. Wir haben eine gemeinsame Familie – ich war mit ihrer Schwester verheiratet und bin ihr Schwager. Meine Kinder hatten eine sehr enge Beziehung zu Ute Bock. Die bleibt über ihren Tod hinaus, sie haben sehr viel von ihr gelernt. Deshalb führe ich mit ihrer Schwester das Interview über ihre Kindheit in Linz, ihren Vater und ihre Mutter. Dann gibt es die Interviews mit meinen Kindern über ihre Tante, weil Ute auf sie aufgepasst hat, als sie noch klein waren. Sie hatten eine sehr gute Beziehung zu ihr, danach haben sie sogar bei ihr mitgearbeitet und sie bei ihren Projekten unterstützt. Und dann haben wir versucht, mit Leuten Kontakt aufzunehmen, die schon vor Jahrzehnten bei ihr als Zöglinge in den Heimen in der Zohmanngasse oder in Biedermannsdorf gelebt haben. Wir haben sie gefunden und Interviews mit ihnen gemacht. Darüber, wie sie Ute gesehen haben, wie die Beziehung zu ihr war. Es gibt welche, die fast mit Ute groß geworden sind. All das zusammen gibt wie ein Puzzle die Persönlichkeit dieser Frau wieder.

Nächste Spieltermine:

Fr. 25. Jänner 18.50 Uhr OmU Movie 1
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Ute Bock Superstar
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Nr 360 - Jänner 2019
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