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Werk ohne Autor

Werk ohne Autor

DE 2018, 188 min, R: Florian Henckel von Donnersmarck, K: Caleb Deschanel, D: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Oliver Masucci, Cai Cohrs 


Drei Jahrzehnte deutscher Geschichte umfassendes Epos über einen jungen Künstler, der sich auf einem Kollisionskurs mit seinem herrischen Schwiegervater befindet.

Während des Zweiten Weltkriegs wird das Interesse des kleinen Kurt Barnert an der Kunst durch seine unkonventionelle Tante Elli geweckt, die später von dem Nazi-Arzt Seeband in den Tod geschickt wird. Nach dem Krieg lässt sich Kurt in Dresden als Künstler ausbilden und lernt dort seine große Liebe kennen, Elisabeth, die Tochter von Seeband. Gemeinsam wagen sie in den späten Fünfzigern den Sprung nach Düsseldorf, wo Kurt an der Kunstakademie seine Stimme als Künstler zu finden hofft, während sich die Konflikte mit dem Schwiegervater zusehends verschärfen.
Sieben Jahre nach THE TOURIST legt Florian Henckel von Donnersmarck seinen ersten deutschen Film seit DAS LEBEN DER ANDEREN vor, ein durchaus mit dem Oscar-Gewinner verwandtes Epos, das drei Jahrzehnte deutsche Nachkriegsgeschichte streift, um die Kraft des künstlerischen Impetus zu feiern. Tom Schilling und Sebastian Koch stehen sich als erbitterte Gegenspieler und Vertreter unvereinbarer Lebensentwürfe gegenüber. Ähnlichkeiten mit realen Persönlichkeiten aus dem Kunstbetrieb sind beabsichtigt, und doch sind alle Figuren fiktive Entwürfe.

AUS EINEM INTERVIEW MIT TOM SCHILLING
Wie kamen Sie zu WERK OHNE AUTOR?
Das Drehbuch hat mich sofort total überzeugt. Es ist wunderbar ausgeklügelt und extrem schlüssig. Die einzelnen Puzzleteile greifen perfekt ineinander und ergeben am Ende ein großes Bild, das mehr ist als nur die Summe seiner Einzelteile. Maßgeblich interessant für einen Schauspieler ist natürlich auch, wer Regie führt. Auf die Arbeit mit Florian Henckel von Donnersmarck, ein absoluter Könner und Meister, habe ich mich sehr gefreut. Gleich beim Lesen dachte ich, dass es eine Rolle für mich ist. Es geht mir nicht oft so, dass ich sage: „Da bin ich der Richtige, das muss ich spielen.“ In diesem Fall sprang der Funke sofort über. Es gab aber auch eine persönliche Komponente, die wichtig war: Ich wollte eigentlich nie Schauspieler werden, sondern hatte eigentlich davon geträumt, eines Tages einmal Maler zu werden. Insofern konnte ich mir jetzt einen lange gehegten Wunschtraum erfüllen.

Was ist das Besondere an WERK OHNE AUTOR?
Am Ende des Tages ist es immer die Geschichte, weshalb die Leute ins Kino gehen. Unsere Geschichte ist so, wie gutes Kino sein sollte. Sie ist bigger than life und trotzdem nicht ausgedacht und konstruiert. Man wird auf eine Reise mitgenommen. Was könnte ein Film Besseres leisten?

__ ein mitreißendes Werk – Spiegel Online

__ Eine epische, intergenerationelle Erzählung von Kunst, Liebe, Tragödie und Politik. – Variety

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
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Moviemento-Programmzeitung
Nr 357 - Oktober 2018
Klassik im Kino 18/19Rearview