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Thelma

Thelma

NO/FR/DK/SE 2017, 116 min, OmdtU, R: Joachim Trier, K: Jakob Ihre, D: Eili Harboe, Kaya Wilkins, Henrik Rafaelsen, Ellen Dorrit Petersen, Grethe Eltervåg, Marte Magnusdotter Solem 


Sinnlicher und visuell aufregender Drama-Thriller-Mix um eine junge Frau, die über telekinetische Fähigkeiten verfügt.

Die schüchterne Thelma verlässt ihr streng religiöses und konservatives Elternhaus in der ländlichen Idylle der norwegischen Wälder, um in Oslo zu studieren. Als sie auf dem Campus ihre Kommilitonin Anja kennenlernt, entwickelt sich zwischen den beiden eine starke Anziehungskraft. Zum ersten Mal in ihrem Leben genießt sie die Zwanglosigkeit der Jugend, feiert Partys und entdeckt ihre Weiblichkeit. Doch plötzlich erlebt Thelma epilepsieartige Anfälle, und es beschleicht sie der Verdacht, dass mit ihrem Befreiungsschlag auch übersinnliche Fähigkeiten freigesetzt wurden, die in ihrer Familiengeschichte tief verwurzelt sind.
Der preisgekrönte Regisseur Joachim Trier präsentiert mit THELMA einen sinnlichen Mystery-Thriller über eine junge Frau zwischen Unterdrückung und Verführung. Auf visueller Ebene besticht der norwegische Oscar-Beitrag als meisterhafte Verneigung vor dem Kino der 80er Jahre. Getragen von der fantastischen jungen Hauptdarstellerin Eili Harboe entwirft THELMA übernatürliches Kino zwischen faszinierender Bilderpracht und entfesselter Symbolsprache.

AUS EINEM INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR
Zuschauer, die den naturalistischen Ton Ihrer früheren Filme AUF ANFANG, OSLO, 31. AUGUST und LOUDER THAN BOMBS kennen, könnten davon überrascht sein, dass Sie nun einen übernatürlichen Thriller gedreht haben. Wie kam es dazu?
Um ehrlich zu sein, habe ich immer den Film gedreht, den ich in diesem Moment gerade machen wollte. Dieses Mal wollten wir etwas völlig Neues ausprobieren. Als ich aufwuchs, schaute ich ständig Filme, und es gab immer etwas, das man eher durch Gedankenbilder ausdrücken konnte. Ich schaute mir viele Antonioni- und Bergman-Filme an, aber auch Brian De Palma. Ich habe schon immer die existentiellen Verwicklungen in DEAD ZONE – DER ATTENTÄTER von David Cronenberg geliebt. Es ist fast ein Märchen, in dem man etwas sehr Menschliches und Zugängliches in einem gleichzeitig übernatürlichen Rahmen zeigen kann.

Wie begann die Geschichte von THELMA?
Ich hatte die Idee einer Art Hexengeschichte, die in Oslo spielt. Ich bin ein Filmfreak und ging gerade durch eine Phase, in der ich gemeinsam mit meinem Co-Autor Eskil Vogt eine Menge Giallo angeschaut habe – italienische Horrorfilme aus den 70er Jahren. Ich erinnere mich an die Filme JACOB'S LADDER – IN DER GEWALT DES JENSEITS von Adrian Lyne und BEGIERDE von Tony Scott, der sehr visuell war. Eskil und ich sprachen darüber, wie diese Art von Filmen nah an etwas sehr Menschliches herankommen, das mit Angst und Sterblichkeit und diesen existentiellen Fragen zu tun hat, aber eben durch die Darstellungsformen des Genres kommuniziert wird. Das ist der eine Teil. Und dann begannen wir damit, mit einigen Ideen zu arbeiten, die direkt aus spezifischen Szenen und Bildern entstanden. So kristallisierte sich immer mehr ein Charakter heraus, und das war Thelma. Bevor es uns bewusst wurde, jonglierten wir mit zwei Bällen. Zum einen die uns bereits vertraute Coming-of- Age-Geschichte, die ein wenig dem jungen Bruder in LOUDER THAN BOMBS oder der melancholischen Einsamkeit in OSLO, 31. AUGUST ähnelt – und gleichzeitig dieses Genre-Element. Es hat Spaß gemacht, dieses besondere charakterbasierte Geschichtenerzählen anzuwenden, das mir sehr vertraut ist, und zu sehen, ob ich visuell in ein Universum gelangen kann, in dem es mehr Platz für Vorstellungskraft gibt.

__Unglaublich sinnlich – Variety

__Ein Leinwandwunder! – critic.de

__Einer der besten Filme des Jahres – Esquire

__Atemberaubend – Screen International

Nächste Spieltermine:

Mi. 23. Mai 16.00 Uhr OmU Movie 1
Mo. 28. Mai 16.00 Uhr OmU Movie 3
Do. 31. Mai 18.15 Uhr OmU Movie 3
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Thelma
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