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Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Shape of Water

US/CA 2017, 123 min, Engl./OmdtU, R: Guillermo Del Toro, K: Dan Laustsen, D: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer 


Düsteres Märchen über eine einfache Putzkraft, die sich in eine Kreatur aus dem Amazonas verliebt.

Elisa hat nach einer traumatischen Erfahrung in ihrer Kindheit die Sprache verloren. Sie lebt in einer kleinen Wohnung über einem Kino und arbeitet als Putzkraft in einem Geheimlabor der amerikanischen Regierung, in dem schreckliche Experimente durchgeführt werden. Keines ist bestialischer als eine Versuchsreihe, mit der ein Agent eine im Wasser lebende Kreatur foltert, die man im Amazonas gefunden hat. Die zwei Außenseiter verlieben sich, und Elisa versucht, die Kreatur zu befreien.
Nach eigener Idee realisierte Guillermo Del Toro einen weiteren seiner fantastischen Filme, ein Märchen, in dem er den Freaks und Monstern seine Sympathie ausspricht. Anders als seine jüngsten Arbeiten handelt es sich wieder um eine kleinere Produktion im Stil von Pans Labyrinth. Erst nach und nach entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einer Kreatur aus dem Amazonas zum Horrorfilm, der sich durch seine beeindruckenden Bilder und starken Leistungen seiner Darsteller, allen voran Sally Hawkins, Michael Stuhlbarg und Michael Shannon, auszeichnet.
Der Genremix in SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS reicht von opulenten Musicals bis hin zu spannenden Noir-Krimis. Doch am stärksten ausgeprägt ist die Beschäftigung mit Monsterfilmen, jenem Genre, das mit seiner Auslotung unserer grundlegenden Emotionen, von Angst, Verlassenheit und Gefahr, aber auch von Neugier, Ehrfurcht und Begehren, eine immerwährende Faszination ausübt. Wie so viele wuchs auch Del Toro im düster faszinierenden Bann der klassischen Monster der Universal Studios auf: des Wolfmanns, der gegen seinen Willen zum wilden Tier mutierte, des unschuldigen Frankenstein, der von wütenden Dorfbewohnern gejagt wird, des verführerischen, von unheiligem Appetit getriebenen Dracula, und auch im Bann der Kreatur aus der schwarzen Lagune, eines prähistorischen amphibischen Wesens, das, in seiner Sehnsucht nach einer Gefährtin, aus der Lagune herausstieg.
Del Toro wollte den Begriff der Monstrosität mit Hilfe einer Liebesgeschichte auf den Kopf stellen. Sie sollte aus der Kreatur die heldenhafte Hauptfigur machen und die Menschen, die sich gegen sie verbünden, als die eigentlichen Kräfte des Bösen entlarven: »In den Monsterfilmen der Fünfziger ist Strickland, jener gutaussehende Regierungsagent mit dem kantigen Kinn, der Held und die Kreatur der Schurke. Ich wollte diese Sichtweise umkehren.« Del Toro beschloss außerdem, seinem Monsterfilm eine weitere Ebene zu verleihen: Sinnlichkeit. Eine handfeste Erdigkeit sollte das Gegengewicht zur Märchenhaftigkeit bilden und in die wiedererkennbare Realität eines Erwachsenenlebens überführen.

__ Dieses kunstvoll gefertigte Juwel ist Del Toros beste Arbeit seit PANS LABYRINTH.
– The Hollywood Reporter

__ Die vielleicht größte der vielen Überraschungen von SHAPE OF WATER ist, wie extravagant-romantisch er ist, angetrieben von dem alles bestimmenden Glauben daran, dass Seelenverwandte Leben retten können. – Variety

Nächste Spieltermine:

Fr. 3. August 20.45 Uhr OmU open space
Zum Reservieren klicken Sie bitte auf den gewünschten Termin. Bitte beachten Sie, dass u. U. nicht für jede Vorstellung reserviert werden kann.
Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
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