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The Happy Film

The Happy Film

US, 2016, 93 min, R: Stefan Sagmeister, Ben Nabors, K: Ben Wolf 


Der wohl weltweit berühmteste Grafikdesigner, der Österreicher Stefan Sagmeister, hat eine Langzeitdokumentation über seine Suche nach Glück gemacht.

Haben Sie Einfluss auf Ihr persönliches Glück? Die meisten von uns haben sich mit Karrierezielen, Beziehungen und mit dem eigenen Glück auseinandergesetzt. Aber wie viele von uns haben sich wirklich die Zeit genommen zu erforschen, was uns glücklich macht? Kann man Glück gestalten? Der österreichische Designer Stefan Sagmeister hat es gut. Er lebt in seiner Traumstadt New York und gestaltet sehr erfolgreich Album-Cover für die Rolling Stones, Jay-Z und die Talking Heads. Aber in seinem Kopf geistert die Frage herum, ob das wirklich alles ist. Er entschließt sich dazu, ein Design-Projekt aus sich selbst zu machen. Kann er seine Persönlichkeit umgestalten und so ein besserer Mensch werden? Kann er durch Übung lernen, glücklich zu sein? Doch in den Selbstversuch schleicht sich sein Leben ein und bringt alles durcheinander: Das Netz aus Kunst, Sex, Liebe und Tod scheint undurchdringbar. Seine Selbst-Gestaltung und schmerzvolle Erfahrungen führen ihn auf eine Reise, die ihn näher zu sich selbst bringt, als jemals geplant.

ÜBER DEN REGISSEUR
Stefan Sagmeister, 1962 in Bregenz geboren, studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Mit seinem charakteristischen Design, das Typografie und Bildsprache auf verblüffende, teils auch verstörende Weise mischt, wurde Sagmeister zu einem der einflussreichsten Grafikdesigner der vergangenen Jahrzehnte. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Albumcover für Lou Reed, The Rolling Stones, Brian Eno & David Byrne oder die Talking Heads sowie innovative Kampagnen für Unternehmen wie HBO und Levi’s.
Sagmeister gewann zahlreiche internationale Designpreise und zwei Grammys für Albumgestaltungen. Seit 2012 ist die Designerin Jessica Walsh Partnerin im gemeinsamen Studio Sagmeister & Walsh.

REGIESTATEMENT / BEN NABORS
»Kann man seinen Geist darauf trainieren glücklicher zu sein?« Die Beantwortung dieser Frage war der Auslöser für dieses Projekt. Sorgfältig gestalteten wir eine Versuchsanordnung, legten klare Parameter zur Bewertung fest und gingen an die Arbeit. Alles erschien sehr einfach und klar, gut vorbereitet und in achtzehn Monaten durchaus machbar – ein guter Plan also. Aber trotz dieser Vorbereitungen, kam Stefans Leben uns immer wieder in die Quere, blutete in unsere Versuchsanordnung und verdrehte unsere Messergebnisse. Anstatt uns saubere Graphen und eindeutige Zahlen zu liefern, um unsere Frage nach dem Glück zu beantworten, nahm etwas anderes, verschwommenes, lustiges, trauriges, empfindliches und kühnes Formen an: Das aufrichtige Bild eines Mannes, der versucht ein besserer Mensch zu sein.
Gegenstand eines Dokumentarfilms zu werden, zugleich besonders und alltäglich, allgemeingültig und individuell zu sein, gibt Stefan uns die seltene Chance einen genauen Einblick in grundsätzliche, menschliche Denkmuster zu erhalten: Die Fragen, nach deren Beantwortung wir uns sehnen, ob sie zu beantworten seien oder nicht. Sich einer subjektiven Qualität, wie Glück, durch quantitative Prozesse, wie Wissenschaft, zu nähern, hat mir mehr über die Bedeutung und den Zweck diese Films gezeigt, als ein klares Ergebnis es vermocht hätte.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
The Happy Film
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